Ausbildung

Die Ausbildung dauert vier Jahre und wird in Kooperation mit dem Bistum Osnabrück durchgeführt. Ausbildungsjahr ist der Zeitraum von September bis Juni; die Monate Juli und August sind frei von    Veranstaltungen.

Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend an Wochenenden und findet im Institut für Diakonat und pastorale Dienste in Münster sowie im Haus der pastoralen Dienste in Osnabrück statt.

Theologische Ausbildung
Die theologische Ausbildung hat das Ziel, den Diakonatsbewerber zu befähigen, seinen eigenen Glauben besser zu verstehen, um Rechenschaft geben zu können über den Grund der eigenen Hoffnung (vgl. 1 Petr 3,15). Sie soll Rüstzeug geben, im Gespräch mit Einzelnen und Gruppen Glauben lebendig zu vermitteln und bei der Klärung von Glaubens- und Lebensfragen zu helfen. Sie bietet erste Grundlagen für den Dienst der Verkündigung in der Predigt.

Die theologische Ausbildung umfasst den Grund- und Aufbaukurs von "Theologie im Fernkurs" der Domschule Würzburg. Jeder Kurs besteht aus 24 Lehrbriefen. Zu jedem Kurs werden ein Studienwochenende und eine Studienwoche durchgeführt. Das persönliche Studium der Lehrbriefe wird unterstützt durch Studientage in Münster. Der Grundkurs und der Aufbaukurs schließen jeweils mit einer Prüfung ab.

Pastoral-diakonische Ausbildung
Die pastoral-diakonische Ausbildung befähigt die Diakonatsbewerber, eine diakonische Grundhaltung zu entwickeln und sich diakonische Kompetenzen anzueignen. Sie findet an Wochenenden in Münster oder Osnabrück statt.

Ausgehend von der biblischen Grundlegung pastoralen und diakonischen Handelns, werden Grundlagen der Gesprächsführung und der Arbeit in Gruppen vermittelt. Es schließen sich die Predigtausbildung und die liturgische Ausbildung an.

Ein Schwerpunkt der Ausbildung ist im zweiten und dritten Jahr ein Projekt, in welchem der Bewerber seine Erfahrungen in einem selbst gewählten sozial-diakonischen Handlungsfeld in der Gemeinde oder einer kirchlichen Einrichtung durch ein etwa zwei- bis dreistündiges Engagement in der Woche vertieft. Dabei wird er von einem Mentor begleitet und reflektiert seine Erfahrungen im Diakonatsbewerberkreis.

Im dritten und vierten Ausbildungsjahr studieren die Diakonatsbewerber im Eigenstudium die Lehrbriefe des "Pastoraltheologischen Kurses" der Domschule Würzburg. Das Studium endet mit einer Prüfung.

Geistliche Ausbildung
Die geistliche Ausbildung, die der Hinführung zu einem geistlichen Leben im Alltag dient, umfasst zwei Wochenenden pro Ausbildungsjahr, jährliche Exerzitien und regelmäßige geistliche Begleitung während der Ausbildung.

Übertragung der Dienstämter des Lektorats und Akolythats
Im zweiten Ausbildungsjahr werden den Diakonatsbewerbern die Dienstämter des Lektorats und des Akolythats übertragen. Der Dienst als Lektor und Kommunionhelfer wird in der Gemeinde ausgeübt.

Aufnahme unter die Kandidaten für den Diakonat
Ein Jahr vor der Diakonenweihe werden die Diakonatsbewerber auf Vorschlag der Ausbildungsleitung  vom Bischof als Kandidaten für den Diakonat angenommen (Admissio).

Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der theologischen Prüfungen, die Teilnahme an den Ausbildungseinheiten und die Zustimmung des Pfarrers der Wohnortgemeinde.

Diakonenweihe
Auf Antrag des Kandidaten prüft der Bischof im persönlichen Gespräch (Skrutinium) und unter Berücksichtigung des Gutachtens der Ausbildungsleitung die Zulassung zur Weihe.
Voraussetzung ist das schriftliche Einverständnis der Ehefrau.

Beteiligung der Ehefrauen
Die Ehefrauen der Diakonatsbewerber nehmen an einem Wochenende pro Ausbildungsjahr teil.

Diakon im Hauptberuf
Die Tätigkeit als Diakon im Hauptberuf setzt im Bistum Münster die Ausbildung zum Pastoralreferenten, die Zugehörigkeit zu einem Diakonatsbewerberkreis und die Teilnahme an ausgewählten Ausbildungsveranstaltungen voraus.

Kosten der Ausbildung
Die Ausbildungskosten werden vom Bistum Münster übernommen.

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